Dienstag, 27. Mai 2014

Übers Schuhbänder-Binden

Könnt ihr Schuhbänder binden? Natürlich. Konntet ihr mit 6 Jahren Schuhbänder binden? Wahrscheinlich. Konnten eure Kinder mit 6 Jahren Schuhbänder binden? Vielleicht.
Meine Jüngste hat´s mit 8 Jahren gelernt. Nun kann sie es endlich so halbwegs.

Aber: Muss man heute noch Schuhbänder binden können? Naja. Die meisten (Kinder-)Schuhe haben Klettverschlüsse, und das macht, Hand aufs Herz, das Leben so viel leichter, das ich NICHT darauf verzichten möchte. Außerdem wirken Schnürschuhe ziemlich uncool, zumindest für Kindergarten- und Volksschulkinder.
Und wenn man dann die ersten Turnschuhe mit Schuhbändern bekommt, kann man das Masche-binden immer noch lernen. In unserer Volksschule ist das Maschebinden bei der Feststellung der Schulreife auch nicht mehr gefragt. Man geht ja mit der Zeit.

Unbestritten ist aber, dass durchs Schuhbänder-Binden einige kindliche Fähigkeiten trainiert werden: die Feinmotorik, die Hand-Augen-Koordination, das „Überkreuzt-denken“... Da geht was verloren – aber ob wir deshalb den Schnürschuhen nachtrauern müssen? Nicht unbedingt, wenn wir unseren Kindern andere „Trainingsmöglichkeiten“ bieten.



PS: Smartphone, Tablet, Laptop und PC eignen sich nur bedingt als Trainingsgeräte.


Donnerstag, 22. Mai 2014

Lernen soll in der Schule stattfinden und nicht am Nachmittag zuhause!

Es ist der Job der Lehrer, dass die Schüler in der Schule lernen - dafür sollten sie auch verantwortlich gemacht werden können. Obwohl es natürlich auch faule Schüler gibt...
Wenn aber Kinder einer Klasse reihenweise  den Stoff nicht verstehen, läuft etwas schief. Leider fehlen die Möglichkeiten, die Qualität des Unterrichts objektiv zu prüfen.
Nachhilfe kann nicht die Lösung sein - denn wieso sollen Eltern und Schüler am Nachmittag wieder gut machen, was die Lehrer am Vormittag versäumt haben?

Zum Thema "Eltern als Lehrer" und Nachhilfe gibt es heute einen Artikel im Kurier:
http://kurier.at/politik/inland/nachhilfe-belastet-familien/66.671.952

Eltern und Lehrer...

Wenn Eltern das Gefühl haben, dass ihr Kind in der Schule über- oder unterfordert ist, sprechen sie mit dem Lehrer/ der Lehrerin.
Im Idealfall antwortet der Lehrer: „Ja, das ist mir auch schon aufgefallen.“ oder „Ja, das habe ich mir auch schon gedacht.“ Und: „Ich könnte dieses und jenes vorschlagen, um die Situation für Ihr Kind zu verbessern.“ Oder auch: „Ich weiß noch nicht genau, was wir da machen können, aber ich werde nachdenken und etwas finden.“ und: „Bleiben wir in Kontakt, damit Ihr Kind wieder Freude an der Schule hat.“ Alles gut, Problem gelöst, Eltern und Kind zufrieden.
Wenn das Gespräch nicht so gut läuft, antwortet der Lehrer: „Nein, was Sie nicht sagen. Ich sehe da überhaupt kein Problem.“ Oder „Das kann schon sein, aber in der Klasse sind so viele schlimme/ ausländische/ verhaltensauffällige/ lernschwache Kinder, dass ich unmöglich auf Ihr Kind auch noch Rücksicht nehmen kann.“ Oder „Wenn Sie nicht zufrieden sind, können Sie Ihr Kind ja in eine andere Schule schicken.“
Nichts ändert sich, kein Problem ist gelöst, die Eltern sind – je nach Temperament – resigniert bis wütend.

Der nächste Schritt ist das Gespräch mit der Schulleitung. Wie beim Gespräch mit dem Lehrer besteht eine gewisse Chance, dass sich was ändert – aber nur, wenn die Schulleitung genug Engagement und Mut hat, bei dem Lehrer, ev. auch gegen seinen Willen, Verbesserungen einzufordern (wobei sich die Frage stellt, wieso die Schulleitung das tun und sich damit den Lehrer zum Feind machen sollte...). Ändert sich nichts, kommt Schritt 3: Das Gespräch mit dem Bezirksschulrat. Dieser wird mit der Schulleitung Rücksprache halten... also zurück zu Punkt 2.

Haben Eltern und Kind Glück, wird die Situation besser. Haben sie Pech, bleibt alles beim Alten. Doch es ist durchaus möglich, dass alles schlimmer wird: Wenn nämlich das Kind dafür büßen muss, dass sich seine Eltern beschwert haben (ja, das gibt es wirklich, auch wenn man es kaum glauben mag).
Für mich ist es bedenklich, dass Eltern keinerlei Möglichkeit haben, einen Lehrer dazu zu „bringen“, seine gesetzlichen Pflichten – und differenzierter Unterricht ist ein gesetzliche Pflicht! - zu erfüllen. Wenn der Lehrer es nicht machen will, dann macht er es nicht. Punkt und Ende. Mir fällt kein anderer Lebensbereich ein, indem man einer Situation derart hilflos ausgeliefert wäre. Und ich sehe auch nicht ein, wieso die Kinder und Eltern diese Versäumnisse ausbaden müssen, indem sie z.B. die Kinder in eine andere Schule schicken.

Montag, 19. Mai 2014

Sind wir wirklich fast alle krank?

Ich bin im "Tagesanzeiger" auf einen guten Artikel gestoßen, in dem der emeritierte Professor für Psychiatrie Allen Frances Kritik an „der Bibel der psychiatrischen Diagnose“, dem DSM-5, übt. Interessant ist, dass er selbst an der Vorgängerversion, dem DSM-4, maßgeblich beteiligt war. Jetzt kritisiert er die Weiterbearbeitung: „Hier kommt es zu einer Hyperinflation von psychiatrischen Diagnosen und viele Menschen werden daher mit Psychopharmaka behandelt, denen es ohne Behandlung oder mit Psychotherapie besser ginge.“ Das ist dann doch eine heftige Aussage.

Ich stimme nicht mit allem überein, was Allen Frances in diesem Interview sagt. Ich glaube z.B., dass es einen Zustand gibt, den man als „Burn-out“ bezeichnen kann und dass dieser Zustand bei den Betroffenen Leiden hervorruft und daher „behandelt“ werden muss. Ob man diesen Zustand als Krankheit definieren und/oder mit Psychopharmaka behandeln muss, ist eine andere Frage.

Einige Gedankengänge finde ich aber sehr gut, besonders was er über ADHS sagt: In einer kanadischen Studie (auf der Grundlage von Daten von 1 Mio Kindern) wurde festgestellt, dass die Kinder, die die jüngsten in ihrer Klasse waren, am häufigsten den Diagnose ADHS „verpasst“ bekommen hatten. „Hier wird Unreife zur Krankheit.“ Da ist aus meiner Sicht viel Wahres dran: Ich habe den Eindruck, dass der Spielraum für „normales Verhalten“ immer enger wird, und zwar bei Kindern und Erwachsenen. Manches, was früher noch toleriert wurde – z.B. Depression als Trauerreaktion (früher gab es ein ganzes Trauerjahr!) oder wilde Buben – wird heute an den Pranger gestellt, als „auffällig“ beurteilt und als krankheitswertig bezeichnet. Damit verbunden ist oft die Aufforderung, diesen Zustand möglichst schnell zu beheben, am besten mit fachlicher Hilfe.

Dass unterschiedliche Menschen unterschiedlich reagieren, sich unterschiedlich verhalten und eben mehr oder weniger von der Norm abweichen, wird gerne übersehen. Selbstverständlich gibt es Menschen, die so weit abweichen, dass sie sich selbst schaden, sich selbst/anderen Leiden zufügen oder andere in Angst und Schrecken versetzen. Dort ist Therapie sinnvoll und unbedingt nötig.

Doch in anderen Zusammenhängen ist Toleranz für die Vielfalt des menschlichen Verhaltens gefordert. Außerdem sollten wir uns immer wieder bewusst machen: Das Leben ist nicht linear und all unser Fortschritt kann nicht verhindern, dass Schicksalsschläge über uns hereinbrechen. Krankheit, Verlust, Trennung, Gewalt, Tod, Verlust des Arbeitsplatzes usw. sind Gegebenheiten des Lebens, daran ist nicht zu rütteln. Und auf diese Krisen darf jeder und jede so reagieren, wie es ihr oder ihm angemessen erscheint. Auch wenn das für die Mitmenschen anstrengend und belastend sein kann. Auch wenn wir dadurch an die Grenzen der Machbarkeit erinnert werden.
Nichte jeder Leidenszustand muss sofort behoben werden; nicht jeder Leidenszustand braucht Therapie und Medikamente. Für manches reichen Zeit und Kontakte mit nahestehenden Menschen. Dann kann man es überstehen, durchleben, sich entwickeln – trotz Krisen und Stolpersteinen. Oder auch gerade deswegen.

Hier das Interview zum Nachlesen.

Mittwoch, 14. Mai 2014

Schwere Schultaschen


In Österreich ist ja so ziemlich alles ganz genau geregelt, nur wie schwer eine Schultasche sein darf, darüber gibt es keine verbindliche Meinung.
Sicher ist, dass sich die Körperhaltung eines Kindes verändert, wenn es ein Gewicht von 10-15% seines Körpergewichts trägt. Doch wenn das Kind die Schultasche nur die 10/20/50m vom Auto bis zur Schultür trägt, ist das auch egal.
Eine Belastung kann das Gewicht der Schultasche für jene Kinder werden, die zu Fuß zur Schule und nach Hause gehen. Und hier sind sich ja wieder alle einig: Bewegung ist gesund und der Schulweg kann zum (gemeinschaftlichen) Erlebnis werden, soziale Fähigkeiten und Selbstständigkeit werden eingeübt. Außerdem wird ja eh ständig geklagt, dass die Kinder sich zu wenig bewegen...

Eine zu schwere Schultasche kann übrigens sogar zur Gefahr werden: Durch das Gewicht am Rücken oder am Fahrrad verändert sich der Schwerpunkt und Ausweichmanöver enden leicht mit Stürzen und Schrammen.

Zu schwere Schultaschen sind leider nicht die einzige Belastung für Kinderrücken – ohne Zweifel sind auch unpassende Schulmöbel ungesund. Und wie viele Schulen haben denn höhenverstellbare Möbel, die dann tatsächlich richtig eingestellt werden?

Auch wenn es für Schultaschen keine offiziellen Grenzwerte gibt, eines ist klar: Wenn der Schultag damit beginnt, dass das Kind stöhnt: „Ach, die Schultasche ist heute wieder sooooo schwer“, dann ist das kein guter Start in den Tag.

Montag, 12. Mai 2014

Hohe Begabung ist nicht automatisch hohe Leistung

Leider ist es nicht immer so, dass hohe Begabung oder tolles Talent automatisch ebenso tolle, bemerkenswerte Leistungen hervorbringen. Das ist etwas, was viele Menschen (darunter auch viele LehrerInnen) nicht verstehen wollen.


Vielleicht hilft ein Vergleich: Setzt man eine Rosenpflanze mitten auf einen Weg, wo sie immer wieder niedergetreten wird, kann sie dort nicht wachsen, auch wenn sie – theoretisch – wunderschöne, duftende Blüten hervorbringen könnte. Die Umgebung passt einfach nicht.

Oder: Eine Pflanze, die viel Wasser braucht, wird kaum gegossen. Sie überlebt mit Müh´ und Not – aber ihre Früchte bleiben klein und wenig. Andererseits: Eine Pflanze, die Trockenheit liebt, wird im Sumpfbeet nicht gedeihen können. Im besten Fall überleben...

Und so ist es auch mit Begabungen: In einer guten Umgebung gedeihen und wachsen sie, können Früchte bringen. Sonst aber nicht.



Jeder, der sich jemals um Pflanzen gekümmert hat, weiß, dass es oft schon bei Pflanzen schwierig ist, die optimalen Bedingungen zu schaffen. Und Menschen sind eindeutig komplizierter als Pflanzen!



So gibt es zwar einige Modelle, die Begabung, Leistung und Umwelt in Beziehung setzen. Dort werden viele unterschiedliche Faktoren genannt wie z.B.:

Aus dem Bereich Kreativität: Flexibles/divergentes Denken, Einfallsreichtum, Phantasie...

Zu Motivation & Umwelt: Fleiß, Ehrgeiz, Anerkennung, Ausdauer, emotionale Stabilität, optimale Förderung, Familien- und Klassenklima, Freunde, Lebensereignisse...

Als Persönlichkeitsmerkmale: Stressbewältigung, Kontrollmechanismen, Lernstrategien, Umgang mit Angst...


Doch fehlen meistens die Wertungen dieser Faktoren (was ist wie wichtig?), oft auch die genaue Definition (Was ist emotionale Stabilität? Wie misst man optimale Förderung?).





Ein Vergleich dieser Modelle ist auch deshalb schwierig, weil ein Begriff in unterschiedlichen Modellen durchaus unterschiedliche Bedeutung haben kann – so wird z.B. „Talent“ manchmal im Sinn von „Begabung“ manchmal aber auch als „Leistung“ verwendet.





Ich persönlich bin sowieso überzeugt, dass es kein allgemeingültiges Modell geben kann. Jedes Kind, jeder Mensch ist anders und so muss auch die ideale „Umgebung“, in der die Begabungen am besten verwirklicht werden können, für jeden Menschen individuell gesucht und gefunden werden. Denn: Was für den einen wichtig ist, kann für jemand anderen viel weniger Bedeutung haben. Und diese persönlichen Wertigkeiten könne sich auch verändern, je nach Alter, Situation, Tagesverfassung...



Was aber bleibt ist: Menschen mit hohen Begabungen brauchen – so wie allen anderen auch – ein positives, individuell gestaltetes Umfeld, um die bestmöglichen Leistungen zu erbringen.

Freitag, 9. Mai 2014

Wer wünscht sich schon eine Diktatur?

„29% wünschen sich einen Diktator, der sich nicht um Wahlen und Parlament kümmern muss.“ So stand es gestern in einer Gratis-Zeitung zu lesen. Das hat mich wirklich schockiert – doch übertreiben diese Zeitungen gerne oder sie formulieren Aussagen besonders reißerisch.

Deshalb wollte ich es im Original nachlesen, wahrscheinlich um die Aussage zu relativieren und mich zu beruhigen. Es hat mich dann eigentlich noch mehr schockiert: Es sind keineswegs nur wenig Gebildete, die sich eine Diktatur wünschen (davon aber 32%). Von den Befragten mit Matura oder höherer Ausbildung waren es immerhin auch 21%, also fast ein Viertel!

Vor diesem Hintergrund finde ich es sehr bedenklich, dass nur knapp die Hälfte der Befragten meint: „Es ist unsere Pflicht, dafür zu sorgen, dass die die NS-Zeit nicht vergessen wird.“ Ich hoffe nämlich - vielleicht naiverweise – immer noch darauf, dass Menschen aus der Geschichte etwas lernen. Tendenziell dürften verunsicherte Menschen (schlechte Jobchancen, Angst vor Arbeitslosigkeit, wenig Perspektiven für die Kinder...) etwas weniger geschichtsbewusst sein. Da sich 2013 laut einer Eurobarometer-Umfrage schon 42% der Österreicher verunsichert fühlen, dürfte leider durchaus die Gefahr bestehen, dass sich die Geschichte wiederholt!

Eckdaten zur Sora-Studie: 1015 Befragte ab 15 Jahren, repräsentativ für Österreich, Jänner + Februar 2014, Link zur Grafik. Link zur Studienzusammenfassung

Donnerstag, 8. Mai 2014

Und heute Mathematik...

Nochmals Zentralmatura, heute ist Mathematik dran. Zur Anzahl der teilnehmenden Schulen und SchülerInnen veröffentlicht der KURIER heute eine Grafik.
Daraus geht hervor, dass 56% der Höheren Schulen an der Zentralmatura teilnehmen - und zwar 91% der AHS, aber nur 21% der BHS. Von allen teilnehmenden AHS machen 318 die "Zentralmatura englisch", aber nur 28 die "Zentralmatura Mathematik". Auch an den BHS machen mehr Schüler in Englisch und Deutsch die Zentralmatura als in Mathematik.
Da sieht man ganz klar, dass sich in Mathematik am wenigsten Schulen "trauen", an der Zentralmatura teilzunehmen. Das liegt wohl daran, dass die Zentralmatura "kompetenzorientiert" ist, der Matheunterricht aber noch nicht. Zumindest war der Unterricht für jene SchülerInnen, die heuer bzw. nächstes Jahr Zentralmatura machen (müssen) nicht durchgehend kompetenzorientiert.

Inzwischen gibt es neue Schulbücher ... da steht zwar "kompetenzorientiert" drauf, sehr viele Änderungen habe ich aber im Mathe-Buch nicht entdeckt. Aus den Kommentaren zu "Versuchen" mit der Mathe-Zentralmatura geht jedoch hervor, dass es nur für völlig richtig gelöste Beispielte Punkte gibt. Wer einen Formelfehler, Rechenfehler, Abschreibfehler o.ä. hat, bekommt für das Beispiel NULL Punkte. Das finde ich ziemlich hart - und so hätte ich in der Oberstufe keine einzige Matheschularbeit geschafft! PS: Hier der Link zum KURIER-Artikel.

Mittwoch, 7. Mai 2014

Fast „live“ von der Zentralmatura

Die Tochter einer Freundin hatte gestern das Vergnügen, als „Versuchskaninchen“ für die Zentralmatura in Englisch zu dienen. Inhaltlich hatte sie keine Einwände, dafür umso mehr, was die Rahmenbedingungen entspricht.
Erstens: Man darf kein Wörterbuch verwenden. (Ist unrealistisch, im Alltag hat man ja auch eines, entweder ganz altmodisch in Buchform, oder am Computer oder Handy.)
Zweitens: Für jeden der drei Teile war eine bestimmte Zeitspanne vorgegeben. In dieser Zeit musste man die Aufgaben bearbeiten. Wer schneller war, musste warten und konnte nicht schon mit einem anderen Teil beginnen. Das ist blöd, wenn man z.B. weiß, dass man beim Schreiben nicht so gut ist und dort mehr Zeit brauchen könnte. Außerdem: Sich seine Zeit einteilen zu können, wäre eine wichtige Kompetenz!
Drittens: Man musste die Antworten vom Aufgabenheft auf den Antwortbogen übertragen und dafür waren nur 45 Sekunden vorgesehen. Das hat ihr ganz viel Stress gemacht und war sicher eine zusätzliche, unnötige Fehlerquelle.

Ich persönlich finde es gut, dass jetzt nicht nur mehr das Schreiben, sondern auch das Text- und Hörverständnis geprüft und gewertet werden. Schließlich besteht die Verwendung einer Fremdsprache im Alltag auch nicht nur aus „Texte schreiben“. (Wann schreibt man schon einen Text in Englisch?)
Toll finde ich auch, dass man die Aufgaben im Internet nachlesen kann! (www.bifie.at)

Also: Im Großen und Ganzen nicht so schlimm, in den Details aber durchaus verbesserungswürdig.

Interessant finde ich auch, dass heuer anscheinend in ganz Österreich nur 2 Schulen in allen Fächern die „Zentralmatura“ durchführen... Viele Schulen machen heuer z.B. nur in Englisch die „neue Form“, bevor dann nächstes Jahr die Zentralmatura flächendeckend durchgeführt werden soll.

Sonntag, 4. Mai 2014

Das Universum... oder: Ein bisschen netter als notwendig!

Das Universum ist nicht nett gewesen zu August, der Hauptperson aus dem Buch "Wunder" von R.J. Palacio. Er ist "ein ganz normaler Junge", witzig und cool, doch leider mit mehreren Gendefekten. Deshalb sind sein Schädel und sein Gesicht stark verformt.
Nun soll August mit 10 Jahren zum ersten Mal in eine richtige Schule gehen (bisher wurde er von seiner Mutter zuhause unterrichtet).
Aus originelle Weise schildert die Autorin, was in diesem Schuljahr alles passiert ... und vermittelt ohne erhobenen Zeigefinger und Besserwisserei, worauf es ankommt.
Obwohl viele Charaktere und Situationen ein bisschen "0815" sind, ist das Buch schnell und unterhaltsam zu lesen, richtige "Regenwetter-Wochenende-Lektüre" eben.


Auch das Motto, das der Schulleiter "seinen SchülerInnen" am Ende des Schuljahres mitgibt, klingt zwar auf den ersten Blick irgendwie platt. Es lohnt sich aber, darüber nachzudenken:
"Sei ein bisschen freundlicher als notwendig."
Auch Abwandeln (... ein bisschen engagierter... ein bisschen großzügiger...) und Ausprobieren sind erlaubt;-) !