Donnerstag, 24. April 2014

Lehrer als Vorbilder?

Fast jeder kennt sie aus der eigenen Schulzeit und viele  Mütter und Väter kennen sie aus den Erzählungen ihrer Kinder: die "bösen LehrerInnen". Gemeint sind hier jene LehrerInnen, die
  • ihre SchülerInnen auslachen,
  • verspotten,
  • ignorieren,
  • respektlos behandeln.
Da werden z.B. SchülerInnen immer wieder auf ihre Herkunft hingewiesen, Namen verunstaltet oder dauernd falsch ausgesprochen, ernst gemeinte Fragen mit witzigen Bemerkungen abgetan.
Manchmal werden auch Klassen kollektiv niedergemacht wie z.B. "Ihr seid die blödeste Klasse, die ich jemals unterrichtet habe".

 Ich bin sicher, dass durch dieses Verhalten KEIN EINZIGER Schüler "besser", "braver", motivierter wird. Im Gegenteil.

Natürlich sind nicht alle LehrerInnen so, aber fast jeder ist in seiner Schullaufbahn zumindest EINEM solchen Lehrer begegnet. Mir persönlich kommt es auch so vor, als ob diese LehrerInnen an manchen Schulen gehäuft auftreten würden...

Ich kann gut verstehen, dass manche SchülerInnen unmotiviert, unwillig, "schlimm", unkonzentriert und frech sind. Und ich kann auch verstehen, dann ein Lehrer hin und wieder etwas sagt, was ihm später leid tut. Das passiert jedem.
Was ich bedenklich finde, sind jene LehrerInnen, bei denen der respektlose Umgang mit SchülerInnen zum Alltag geworden ist. Denn LehrerInnen sind eben nicht nur Wissensvermittler sondern auch Vorbilder für die Kinder, die von ihnen unterrichtet werden.

2 Kommentare:

  1. das alles haben wir in den vier jahren volksschule unserer tochter erlebt .
    leider hatte sie es nicht gemeldet, komisch für so ein selbstbewusstes und offenes kind! sie dachte aber "die schule ist so und es gibt keine andere form von schule".
    erfahren haben wir es erst in der dritten, dank der courage und hilfsbereitschaft anderer mitschüler.
    andere kinder haben den mut gehabt, so was zu melden!
    aber diese kinder sollten ein vorbild für alle eltern und erwachsenen sein, die so was sehen, aber nicht sehen wollen und die alles so akzeptieren, wie es ist, weil die ruhe und ein angepasstes system für sie unbezahlbar sind.

    erst in der nächsten schule hat unsere tochter gelernt, was gute lehrer sind, was toleranz und engagemant und auch courage sind, was das heisst, wenn es vielleicht irgendein problem auftaucht und alle andere lehrer mut zeigen und die kinder in schutz nehmen!

    an alle empfehle ich bei der gelegenheit einen tollen, intelligenten, extrem witzigen aber hauptsächlich lehrreichen film, ein film, der mit schule nichts zu tun, der aber an sich eine schule der akzeptanz, der toleranz und des zivillebens ist:
    Monsieur Claude und ihre Töchter
    für alle Erwachsene und Jügendliche, absolut empfehlenswert, auch wenn man nur zwei ruhigen und entspannten zwei stunden verbrigen will und nichts anderes.

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  2. Das ist wirklich schade, wenn Kinder Schule als einen "schlechten Ort" erleben müssen, wo sie nicht respektiert werden. Dass die Kinder dann auch keine besondere Begeisterung fürs Lernen aufbringen, liegt auf der Hand.
    Übrigens: Selbst wenn das eigene Kind nicht vom Lehrer "gemobbt", angeschrien, niedergemacht wird - alleine zu sehen, wie der Lehrer das mit den Mitschülern macht, löst Unbehagen und Angst aus.
    Leider ist es in Österreich recht schwierig, das Verhalten eines Lehrers zu ändern...

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