Sonntag, 27. April 2014

Irre sind männlich

Gestern war ich im Kino und habe mir "Irre sind männlich" angeschaut. (Hier gibt es den Trailer zum Film).

Im ersten Teil des Films werden einige Szenen aus unterschiedlichen Familien-Aufstellungsgruppen gezeigt, und dabei wurde nicht an Klischees gespart... Richtig lustig fand ich es nicht (vielleicht weil es meine Berufsgruppe berührt) und sogar das Lächeln ist mir bald vergangen.
Ohne jeden Zweifel gibt es leider TherapeutInnen, die so unprofessionell und lächerlich sind wie die im Film gezeigten. Eh klar: Die sollte man im eigenen Interesse tunlichst meiden.
 Doch glücklicherweise gibt es auch viele TherapeutInnen, die professionell und sinnvoll arbeiten. Und dort "bringt" Therapie etwas, macht Sinn und hilft, ein glücklicheres, erfüllteres, schöneres Leben zu führen ;-).

Aus dem weiteren Film - also der klassischen Liebesgeschichte - sind bei mir zwei Szenen hängengeblieben:
Als die männliche Haptperson verkündet: "Ich möchte nicht länger von jemandem geliebt werden, der alles für mich aufgegeben hat" habe ich ergänzt: "und mir das ständig vorhält." - Klar, dass so eine "Liebe" nicht unter den besten Vorzeichen steht. Im Film richtet sich die Aussage übrigens an die Mutter und an die Freundin.

"Wahre Liebe tut manchmal auch schlimme Sachen - die alten Griechen haben sogar ganze Städte niedergebrannt!", so heißt es in einer anderen Szene. Im Film rechtfertigt diese Erkenntnis den Einsatz einer Spy-App.

Was wagt man für die Liebe? Wie weit geht man, um die geliebte Person zu "überzeugen", zu "gewinnen"? Letztendlich muss jede/r das für sich selbst entscheiden - aber ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass eine Beziehung, in der beide Partner ihre Ängste und Verletzungen kultivieren und festschreiben, auf lange Zeit glücklich ist... Ich möchte jedenfalls nicht per Spy-App "geliebt" werden ;-).




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