Freitag, 11. März 2016

Eine Schule nur für Hochbegabte?

Den (Leidens-)Weg, der hier geschildert wird, kennen viele Eltern hochbegabter Kinder. Statt Unterforderung attestiert der Lehrer Überforderung.
„Überforderung und Unterforderung ähneln sich. Man darf die Lehrer deshalb nicht rügen. In ihrer Ausbildung bekommen sie meist kaum Wissen über Test- und Verhaltensdiagnostik mit.“ Damit stimme ich allerdings nur über bedingt überein. Ja, Lehrer wissen vielleicht wenig über Hochbegabung - aber sie könnten den Eltern wenigstens zuhören und ernst nehmen, was ihnen geschildert wird - und sich im Anlassfall informieren.

Eigentlich schade, dass man gleich eine neue Schule - eben eine nur für hochbegabte Kinder - gründen muss. Viel besser wäre es doch, wenn diese SchülerInnen im regulären Schulsystem das bekommen würden, was ihnen laut Gesetz auch zusteht: Nämlich Unterstützung dabei, ihre individuellen Begabungen bestmöglich zu entwickeln.

Außerdem bedeutet die  Konstruktion - Schule ohne Öffentlichkeitsrecht  - meines Wissen, dass die Kinder am Ende des Schuljahres eine externe Prüfung ablegen müssen. Das wird wohl für die meisten Kinder ziemlich stressig sein.
Und mit 550Euro Schulgeld im Monat ist diese Schule wohl ein Luxus, in dessen Genuss nur wenige Kinder kommen werden. (Wahrscheinlich eher die, deren Eltern auch an den öffentlichen Schulen bessere Chancen gehabt hätten, mit ihrer Forderung nach adäquater Förderung Gehör zu finden.)

Trotzdem: Viel Erfolg!

http://diepresse.com/home/bildung/schule/4936958/Viele-Hochbegabte-bleiben-unerkannt-

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