Montag, 11. Mai 2015

Und gleich nochmal: Langeweile in der Schule

Hier noch ein Artikel zur Langeweile in der Schule.

Wenn man das liest, wird klar, dass die Kinder dem langweiligen Unterricht weitgehend wehrlos ausgeliefert sind. Selbst wenn es sich "nur" um ein Experiment handelt, sind viele Kinder (die meisten?) nicht in der Lage der "Ödnis des Unterrichts" etwas entgegenzusetzen.

Ist ja auch nicht ihre Aufgabe - es wäre aber sehr wohl Aufgabe des Lehrers, den Unterricht interessant zu gestalten.
Die Reaktion der Kinder: herumblödeln ("den Unterricht stören" heißt das im Lehrerjargon) oder "abschalten".

Was aber aus meiner Sicht nicht der Realität entspricht: Im Artikel steht "Die Aufmerksamkeit ist auf ein Drittel geschaltet, auf das Niveau, das vor Leistungseinbruch schützt und zugleich die Anstrengung reduziert." - Das funktioniert leider nicht immer so punktgenau - ich bin überzeugt, dass es in vielen Fällen zu (mehr oder weniger deutlichen) Leistungseinbrüchen kommt, Stichwort: underachiever, weil sich die Kinder "ganz weit wegschalten" und kaum mehr was mitbekommen vom Unterricht.

Unter den schlechten Leistungen leidet dann das Selbstwertgefühl und früher oder später sagen die hochbegabten Kinder von sich selbst, dass sie dumm sind.

http://www.hochbegabtenhilfe.de/blog/allgemein/auf-langeweile-konditioniert.html

PS: Im Artikel ist langweiliger Unterricht: Ein Arbeitsblatt lesen, daraus Informationen entnehmen und dann ein Gespräch darüber führen. Ich kenne Schulen, da wäre das ein "pädagogisches Highlight" - denn dort ist Unterricht: Ein Schüler liest aus dem Geschichtebuch vor :-(.

Sonntag, 10. Mai 2015

Was mit dem Gehirn unserer Kinder geschieht - Langeweile in der Schule

Dieser Artikel beschreibt kurz und bündig, was mit dem Gehirn jener Kinder passiert, die sich im Unterricht langweilen: Es schaltet auf "Sparmodus".
Der Mechanismus ist einfach: Wo keine Herausforderung, da auch kein Sieg. Wo kein Sieg, da keine positive Reaktion.
Wieso fällt es vielen LehrerInnen so schwer, das zu verstehen?!

http://www.hochbegabtenhilfe.de/blog/allgemein/wie-das-mit-der-langeweile-der-begabten-kinder-in-der-schule-ist.html

Freitag, 8. Mai 2015

Wer soll Lehrer werden?

JA, JA und nochmals JA.
Bitte führt doch endlich einen sinnvollen, aussagekräftigen Persönlichkeitstest für alle zukünftigen Lehramtsstudenten ein.
Es hat doch wirklich niemand etwas davon, wenn junge Menschen einen Beruf wählen, der nicht zu ihnen passt - und dann ihr gesamtes Berufsleben überfordert und unglücklich sind - und dabei noch viele, viele Schüler schädigen! Oder frühzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden (müssen), Stichwort: Burn-out.

Wenn in Deutschland gilt:
"Nur 16 Prozent der Lehramtsstudierenden (sagen), sie hätten ein gutes Selbstvertrauen, nur 13 Prozent halten sich für durchsetzungsstark. Für einen Beruf, der darin besteht, alleine vor 30 Schülern zu stehen, die ja nicht unbedingt freiwillig in einem Raum sitzen, ist das keine beruhigende Selbsteinschätzung."
Dann läuft da vieles schief.

Und jeder/r, der/die einmal SchülerIn war, kennt die Folgen aus eigener Erfahrung.

Außerdem: Die Persönlichkeit des Lehrers beeinflusst auch die Art und Weise, wie das Fach gesehen wird.Das heißt, ein  motivierter und selbstbewusster Mathelehrer kann "seinem Fach" viel Schrecken nehmen ;-).

Link zum Artikel: http://www.sueddeutsche.de/bildung/lehramtsstudium-aussuchen-statt-ausbrennen-1.2467149



PS: Zum Eignungstest in Österreich - es reichen 30% der Punkte im schriftlichen Test ... da fragt man sich, wieso man bei JEDER Schularbeit zumindest 50% der Punkte brauchte ;-): https://aufnahmeverfahren.univie.ac.at/studien/lehramt/

PPS: Auch ganz interessant: http://www.cct-austria.at/ - Career Counselling for teachers und auch für zukünftige LehrerInnen.

Mittwoch, 6. Mai 2015

Deutsch-Zentralmatura - die erste ihrer Art!

Hier gibt es die Aufgabenstellungen der ersten Zentralmatura in Deutsch (5.Mai 2015) zum Nachlesen, gewissermaßen für die Chronik:

http://kurier.at/lebensart/familie/das-waren-die-aufgaben-der-ersten-deutsch-zentralmatura/128.788.358

Ob es eine Verbesserung zu "früher" ist? Kann ich nicht beurteilen. Ich fand es etwas seltsam, dass zu Beginn angeführt wird, nach welchen Kriterien die Arbeit beurteilt wird, nämlich:
  • Inhalt
  • Textstruktur
  • Stil und Ausdruck
  • normative Sprachrichtigkeit

Das ist doch eh klar, oder?

Die Themen haben mich persönlich nicht vom Sessel gerissen... aber ich bin ja schon "alt" ;-).
Irgendwie schlich sich bei mir auch der Gedanke ein: Und damit sie das jetzt schreiben können, haben´s 8 Jahre Gymnasium gebraucht? Eigentlich reicht es wohl, die vorgegebenen Texte zu lesen, zu verstehen und daraus einen neuen Text zu "stricken".

Wir hatten, damals vor vielen Jahren, noch die Möglichkeit, literarisches Wissen aus dem Deutschunterricht in die Arbeit einfließen zu lassen (in meinem Fall Nachkriegsliteratur) und wir durften auch noch eine "ganz freie Erörterung" schreiben, wo nur das Thema vorgegeben war...

Da fällt mir grad ein, meine Tochter schreibt heute Deutsch-Schularbeit, eine Erörterung - und zwar ganz frei, ohne Textgrundlage... Im Hinblick auf die Zentralmatura eigentlich unnötig ;-))).

Dienstag, 5. Mai 2015

Schreiben wie man spricht... oder besser nicht?

Auf heute.de gibt es einen Beitrag zum Rechtschreiben-Lernen:

http://www.heute.de/schreiben-wie-man-spricht-umstrittene-methode-38277290.html

Dort geht es unter anderem um die Methode, die Kinder zumindest in der 1. und 2. Klasse frei schreiben zu lassen und die Fehler nicht auszubessern. Überlegung dahinter ist, dass den Kindern die Freude am Schreiben nicht verloren gehen soll. Das ist nicht von der Hand zu weisen.

Auf der anderen Seite prägen sich falsche Schreibweise offensichtlich rasch ein und wenn man zwei Jahre "bot" geschrieben hat und das war ok, wieso soll man dann plötzlich auf "Boot" umlernen?

Mir persönlich hat das Konzept einer Lehrerin an unserer Schule ganz gut gefallen: Die Lernwörter, die bereits im Unterricht drangekommenn waren, mussten richtig geschrieben und bei Fehlern auch verbessert werden, alles andere hat sie zwar korrigiert, aber es musste nicht verbessert werden. Mein Sohn hat damit eine leidlich gute Rechtschreibung erlernt (die Lernwörter wurden oft und intensiv geübt, auch durch Diktate).

Zum Schreib-wie-du-sprichst noch eine Anekdote: Meine jüngste Tochter war sooooo glücklich, als sie endlich schreiben konnte und hat gleich seitenweise Geschichten verfasst. Natürlich nach der "Schreib-wie-du-sprichst-Methode". Als sie nach einigen Monaten die Texte wieder lesen wollte, war sie wahnsinnig enttäuscht, weil sie zum Teil nicht mehr verstanden hat, was sie damals geschrieben hattte ;-(.
Also nützt Rechtschreibung vielleicht doch.




Dienstag, 14. April 2015

Bore-out - das Gegenstück zum Burn-out

Das weitgehend unbekannte Gegenstück zum gesellschaftsfähigen Burn-out:

TV-Beitrag: Bore-out bei Erwachsenen


Nicht nur im Job, auch in der Schule kann Bore-out ein Thema sein. Das sind dann oft die Kinder, die - obwohl sie klug und begabt sind - sich überhaupt nicht für die Inhalte interessieren, die ihnen die Schule vermitteln will. Und zwar eben nicht, weil sie den Lernstoff nicht verstehen, sondern weil die Inhalte und die Art der Vermittlung weit unter ihren Anforderungen und Erwartungen sind.
Leider tun sich LehrerInnen oft schwer, das zu erkennen. Die sehen dann nur ein uninteressiertes Kind, das mittelmäßige bis schlechte Leistungen bringt. Und "seltsame" Eltern, die meinen, das Kind wäre klug und begabt... aber eben gelangweilt.
Das macht es schwer, Abhilfe zu schaffen... und meiner Meinung nach können anspruchsvolle Nachmittagsaktivitäten nur bedingt einen Ausgleich schaffen - die elendslangweiligen Schulstunden werden dadurch nicht kürzer!




Montag, 6. April 2015

Macht Konsum glücklich?

Funktioniert unsere Gesellschaft wirklich nur, wenn wir alle immer mehr konsumieren und immer wieder Dinge kaufen, die wir eigentlich nicht brauchen? Gibt es alternative Modelle, mit denen wir mindestens genau so zufrieden wären? Und wie schaffen wir es, den Versuchungen, die uns die Werbung täglich tausendfach zuruft, zu widerstehen? Wie oft brauchen wir wirklich ein neues Handy? Einen schnelleren Computer? Einen HD-Fernseher...

http://diepresse.com/home/leben/mensch/4701622/Armenpriester-Pucher_Luxus-weil-fur-uns-Sklaven-arbeiten?xtor=CS1-15